ADHS: Infos für Kita, Schule & Betreuung weitergeben
Bei jeder Lehrkraft beginnt das Erklären neu
Bei ADHS entscheidet oft die Umgebung über einen guten oder schwierigen Tag: klare Struktur, sinnvolle Pausen, die richtige Ansprache. Doch dieses Wissen bleibt bei den Eltern hängen und muss bei jeder neuen Lehrkraft, jeder Vertretung, jedem Betreuungswechsel neu vermittelt werden — meist erst, nachdem etwas schiefgelaufen ist.
Dabei ist das, was hilft, gut beschreibbar. Es kommt nur selten dort an, wo es täglich gebraucht wird.
Was bei ADHS in den Steckbrief gehört
- Konzentration & Struktur: was hilft (klare Abläufe, kurze Aufgaben, Sitzplatz, Bewegungspausen).
- Trigger: was überfordert oder eskaliert — und wie man früh gegensteuert.
- Absprachen: erprobte Signale, Rückzugsmöglichkeiten, Umgang mit Impulsivität.
- Stärken: worin dein Kind aufblüht — Motivation, die man nutzen kann.
- Nachteilsausgleich & Medikation: falls relevant, mit Einnahmezeiten und Absprachen.
Wie InkluCard hier konkret hilft
Du hältst die Strategien, die bei deinem Kind wirklich funktionieren, einmal fest und gibst sie frei — an Klassenlehrkraft, Fachlehrkräfte, Hort und Schulbegleitung. Alle arbeiten mit demselben, aktuellen Ansatz, statt dass jede Person neu ausprobiert. Das sorgt für Konsistenz über den Tag und über Wechsel hinweg — und dein Kind wird an seinen Stärken abgeholt, nicht an seinen schwierigen Momenten.
Selbsthilfe & weiterführende Infos: www.adhs-deutschland.de
Häufige Fragen
Was hilft der Schule bei ADHS mehr als die Diagnose?
Das Konkrete: Was hilft deinem Kind, sich zu konzentrieren? Was überfordert oder eskaliert? Welche Absprachen, Pausen und Strukturen funktionieren? Und welche Stärken kann man nutzen? Genau das gehört in den Steckbrief.
Wie behalte ich Strategien konsistent über Lehrkräfte hinweg?
Du hinterlegst die erprobten Strategien einmal zentral; jede freigegebene Lehrkraft, Vertretung oder Betreuung sieht denselben, aktuellen Stand — statt dass jede:r bei null anfängt.
Gehört Medikation in den Steckbrief?
Nur wenn du das möchtest und es für den Alltag relevant ist (z. B. Einnahmezeiten). Du entscheidest granular, welche Infos welche Stelle sieht.
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Hinweis: InkluCard ist ein Organisations- und Kommunikations-Werkzeug, keine medizinische Beratung. Diagnosen und Behandlungsentscheidungen treffen ausschließlich Ärzt:innen und Fachpersonal. InkluCard hilft dir nur dabei, bereits vorhandene Informationen strukturiert weiterzugeben.